Die drei größten Barkeeper-Mythen – mit Jumbles St. Pierre

10th November 2014
Die drei größten Barkeeper-Mythen – mit Jumbles St. Pierre

Wir von der European Bartender School sind verständlicherweise begeistert, dass die Cocktail-Kultur eine Renaissance erlebt. Aber wie mir viele Kollegen berichten, gibt es Momente, in denen die Geduld der Barkeeper getestet wird, da Gäste Ansichten haben, die einfach nicht richtig sind. Jumbles St.Pierre, unser beliebter Lehrer der EBS London, widerlegt einige von Ihnen:

Jumbles St. Pierre: „Obwohl sich die Cocktail-Kultur ausbreitet, wissen viele Gäste in einer Bar immer noch nicht wirklich, worum es bei Cocktails geht. Keine Angst, ich bin hier, um Aufklärungsarbeit zu leisten! Starten wir mit dem wissenschaftlichen Zeug. Eines der Dinge, an dem sich die Geister von Barkeepern und Gästen scheiden, ist das Eis.“

Viele Eiswürfel in deinem Drink sind keine Abzocke
„Wir kennen alle die Kunden, die uns beibringen wollen, dass weniger Eis einen stärkeren Drink bedeutet. Da kann ich nur mit den Augen rollen.“ Denn das Eis ist dazu da, deinen Drink zu kühlen. Und weniger Eis heißt, dass er schneller warm wird und du mit einem lauwarmen Wodka-Cola dastehst.“

Eis – das ganze Eis – ist aus einem Grund in deinem drink

„Ich weiß, die meisten Leute erwarten, dass das Glas randvoll ist. Alles andere wird als Abzocke empfunden. Aber das solltest du wissen: Wenn du den Barkeeper bittest, deinen Drink mit mehr Mischung aufzufüllen, verwässert er viel schneller und du hast am Ende ein wässriges Getränk. Die genau richtige Menge an Eis bedeutet einen kühleren Drink und langsames Schmelzen. Dein Drink wird nicht verwässert, bleibt kalt und du kannst ihn länger genießen. Erfolg auf ganzer Linie!“

Eiweiß in deinem Cocktail heißt NICHT gleich salmonella
„Bei unserem nächsten Mythos geht es um Cocktails, die Eier enthalten. Fast alle Gäste sind empfindlich, wenn es um das rohe Eiweiß in ihrer „White Lady“ geht und einige denken, dass diese Zutat überflüssig ist. Aber das solltest du wissen: Eiweiß trägt in der Tat praktisch nicht zum Geschmack des Cocktails bei. Es wird verwendet, um diese dicke, schaumige Schicht oben auf dem Drink zu erhalten, die ihm Textur verleiht und ihn so außergewöhnlich macht. Natürlich kann Eiweiß auch für viele andere Zwecke verwendet werden – hier können Barkeeper ihrer Kreativität freien Lauf lassen. LAB im Londoner Stadtteil Soho verwendet Eiweiß, um einen ‚Burnt Breakfast Martini‘ nach Art Crème Brûlée zu machen.“

„Die Leute haben bei Eiweiß immer Angst vor Salmonellen. Aber das solltest du wissen: Früher gab es einige Skandale. Aber bereits seit einiger Zeit stammen Eier für den menschlichen Verzehr von geimpften Hühnern. Gesundheit und Sicherheit steht bei diesem Produkt an erster Stelle und man kann Eiweiß bedenkenlos für Cocktails verwenden. Tatsächlich haben Barkeeper heute mehr und mehr kulinarischen Einfluss auf die Drinks und der Geschmack von Speck, Popcorn oder sogar Walhaut wird in Spirituosen eingebracht. Die Zeit der Zartbesaiteten ist vorbei.“

EBS LONDON

Jumbles ist einer unserer hochqualifizierten Lehrer an der EBS London. Möchtest du dir die verfügbaren Kursdaten für London ansehen?

VERFÜGBARE DATEN

Wie viel Kater verursacht Tequila?
„Jetzt zum Tequila. Einer der meistverkauften Shots in Großbritannien und zweifelsohne der am häufigsten beschuldigte Grund für einen Kater – aber der Tequila ist nicht immer Schuld. Eigentlich ist der Grund etwas viel schlimmeres: Salz. Oft ist Dehydrierung der eigentliche Auslöser für einen Kater. Das lässt sich leicht vermeiden, indem man entweder zwischen den Drinks ein Glas Wasser trinkt oder nicht bei jedem Shot das Salz dazu nimmt.“

Der Salzstreuer ist nicht dein Freund…

„Wenn man behauptet, dass der Tequila schuld ist, sollte man das wissen: Eine der bekanntesten Tequila-Marken (der Name soll hier nicht genannt werden) ist eigentlich gar kein Tequila. Original Tequila wird aus einer Pflanze namens Agave hergestellt. Guter Tequila wird nur aus Agave gemacht – zu 100 %. Leider schreiben Lebensmittelrichtlinien nur einen Mindestgehalt von 51 % Agave in einem Tequila vor, damit dieser sich so nennen darf. Die restlichen 49 % sind dann künstliche Stoffe und Beimischungen. Und diese sind dafür verantwortlich, dass du am nächsten Morgen einen dicken Kopf hast. Die Richtlinien schreiben vor, dass der Agave-Anteil auf der Flasche ausgewiesen ist. Wenn du also das nächste Mal nach einem Tequila suchst, dann mache um alles einen weiten Bogen, das ähnlich wie „servo cold“ klingt.“

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